«Das ist die lichte Ruhe, weder Fieber, noch Ermattung, im Bett oder auf der Wiese. // Das ist der Freund, weder glühend, noch schwach. Der Freund. // Das ist die Geliebte, weder quälend noch gequält. Die Geliebte. // Die Luft und die Welt, die ich nicht suchte. // Das Leben.»

UNE SAISON EN ENFER

 

 

Theaterprojekt nach Arthur Rimbau

Herwig:

«Es ist ein kleineres Herz

mit der Spitze in der Luft;

ein zartes und stolzes Symbol,

es ist ein zärtlicheres Herz.


Sie vergiesst, ach! nur Tränen,

ätzender als Feuer,

länger dauernd als ein Abschied,

weiss wie weisse Blüten!


Gekleidet in Violett,

schön anzusehen, wie sie aufquillt,

doch, oh die Lust, die sie

hergibt, wenn es ihr gefällt!


Wie ein Bischof im Chor

ist sie voller Salbung.

Ihr Segen fliesst vom Altar

hinein in den Chor.


Nur vom Abend bis zum

Erwachen des Morgens trägt sie ihren

priesterlichen Ring aus

Amethyst und schwarzem Gold.


Ist der Ritus dann vollbracht,

und gehörig entladen,

zieht sie, wie es sich geziemt,

erneut die hübsche Kapuze über.»


(Paul Verlaine, «Eichelverse 1»)


Echo

Der Zürcher Michel Schröder gehört zu den stilsichersten Jungregisseuren des deutschsprachigen Theaters; sein Stück über Rimbaud geht einen ungesicherten Kantengang.
NZZ

Kraut_produktion fait plus que du théâtre, il peint des tableaux vivants. Une réussite.

AUX ARTS ETC


Nicht nur, dass sein Bühnenbildner, Duri Bischoff, und seine Kostümbildnerin, Nic Tillein, auch in diesem Fall eine Arbeit leisten, die preiswürdig ist. (...) Schröder mutet uns einen Materialien-Steinbruch zu, der mit ähnlichen Form- und Stilprinzipien wie Rimbauds Poesie arbeitet: mit übergangslos nebeneinander gesetzten Bewegungen, Fragmenten und gebrochenen Lineaturen; mit einer Alchemie blendender Bilder und einer exaltierten Fusion disparatester Materialien.
NZZ

Ein sinnliches, buntes Kaleidoskop über die Irrfahrten eines menschlichen Hirns, das verstörende Protokoll einer Kaskade von Abstürzen (...) Eine auch schauspielerisch und musikalisch eindringliche Studie über eine letztlich in ihrer Widersprüchlichkeit unfassbare Dichterfigur.
FREIBURGER NACHRICHTEN

Le jeu retenu, nuancé ou plus qu’exagéré des acteurs et actrices, sans pathos donnent une sorte d’objectivité, une incontestabilité aux textes extraits de différentes œuvres de Rimaud (...) Une performance remarquable.
AUX ARTS ETC


Man beginnt sich rasch vom Geschehen auf der Bühne abzuwenden und an anstehende Besorgungen zu denken.

P.S. DIE LINKE ZÜRCHER ZEITUNG


Ein tollkühner Abend.
NZZ


Ein frustrierendes, weil sinnloses Unterfangen.

P.S. DIE LINKE ZÜRCHER ZEITUNG




Besetzung

Spiel:

Ewelina Guzik

Thomas U. Hostettler
Herwig Ursin
Sandra Utzinger
Markus Wolff


René Schütz (Gitarren, Sampler)

Martin Roth (Schlagzeug)


Inszenierung: Michel Schröder
Bühnenbild: Duri Bischoff
Kostüme/Maske: Nic Tillein
Dramaturgie: Martin Roth
Video: Roland Schmidt

Musik: René Schütz

Licht: Christa Wenger (blendwerk)
Produktion: Thomas Keller, GO Theaterproduktionen
In Koproduktion mit Theaterhaus Gessnerallee Zürich

Unterstützt durch

Präsidialdepartement der Stadt Zürich

Pro Helvetia Schweizer Kulturstiftung

Fachstelle Kultur Kanton Zürich

Sophie und Karl Binding-Stiftung

Migros Kulturprozent

Premiere

Freitag 8. Dezember 2006, Theaterhaus Gessnerallee


Vorstellungen

9.12.2006 - 20.12.2006, Theaterhaus Gessnerallee



Gastpiele

Gastspiele auf Anfrage