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Herwig:
«Es ist ein kleineres Herz
mit der Spitze in der Luft;
ein zartes und stolzes Symbol,
es ist ein zärtlicheres Herz.
Sie vergiesst, ach! nur Tränen,
ätzender als Feuer,
länger dauernd als ein Abschied,
weiss wie weisse Blüten!
Gekleidet in Violett,
schön anzusehen, wie sie aufquillt,
doch, oh die Lust, die sie
hergibt, wenn es ihr gefällt!
Wie ein Bischof im Chor
ist sie voller Salbung.
Ihr Segen fliesst vom Altar
hinein in den Chor.
Nur vom Abend bis zum
Erwachen des Morgens trägt sie ihren
priesterlichen Ring aus
Amethyst und schwarzem Gold.
Ist der Ritus dann vollbracht,
und gehörig entladen,
zieht sie, wie es sich geziemt,
erneut die hübsche Kapuze über.»
(Paul Verlaine, «Eichelverse 1»)
Der Zürcher Michel Schröder gehört zu den stilsichersten Jungregisseuren des
deutschsprachigen Theaters; sein Stück über Rimbaud geht einen ungesicherten Kantengang.
NZZ
Kraut_produktion fait plus que du théâtre, il peint des tableaux vivants. Une
réussite.
AUX ARTS ETC
Nicht nur, dass sein Bühnenbildner, Duri Bischoff, und seine Kostümbildnerin, Nic
Tillein, auch in diesem Fall eine Arbeit leisten, die preiswürdig ist. (...) Schröder
mutet uns einen Materialien-Steinbruch zu, der mit ähnlichen Form- und Stilprinzipien wie
Rimbauds Poesie arbeitet: mit übergangslos nebeneinander gesetzten Bewegungen, Fragmenten und
gebrochenen Lineaturen; mit einer Alchemie blendender Bilder und einer exaltierten Fusion
disparatester Materialien.
NZZ
Ein sinnliches, buntes Kaleidoskop über die Irrfahrten eines menschlichen Hirns, das
verstörende Protokoll einer Kaskade von Abstürzen (...) Eine auch schauspielerisch und
musikalisch eindringliche Studie über eine letztlich in ihrer Widersprüchlichkeit
unfassbare Dichterfigur.
FREIBURGER NACHRICHTEN
Le jeu retenu, nuancé ou plus qu’exagéré des acteurs et actrices, sans
pathos donnent une sorte d’objectivité, une incontestabilité aux textes
extraits de différentes œuvres de Rimaud (...) Une performance remarquable.
AUX ARTS ETC
Man beginnt sich rasch vom Geschehen auf der Bühne abzuwenden und an anstehende Besorgungen zu denken.
P.S. DIE LINKE ZÜRCHER ZEITUNG
Ein tollkühner Abend.
NZZ
Ein frustrierendes, weil sinnloses Unterfangen.
P.S. DIE LINKE ZÜRCHER ZEITUNG
Spiel:
Ewelina Guzik
Thomas U. Hostettler
Herwig Ursin
Sandra Utzinger
Markus Wolff
René Schütz (Gitarren, Sampler)
Martin Roth (Schlagzeug)
Inszenierung: Michel Schröder
Bühnenbild: Duri Bischoff
Kostüme/Maske: Nic Tillein
Dramaturgie: Martin Roth
Video: Roland Schmidt
Musik: René Schütz
Licht: Christa Wenger (blendwerk)
Produktion: Thomas Keller, GO Theaterproduktionen
In Koproduktion mit Theaterhaus Gessnerallee
Zürich
Präsidialdepartement der Stadt
Zürich
Pro Helvetia Schweizer Kulturstiftung
Fachstelle Kultur Kanton Zürich
Freitag 8. Dezember 2006, Theaterhaus Gessnerallee
9.12.2006 - 20.12.2006, Theaterhaus Gessnerallee
Gastspiele auf Anfrage