«Europa heisst der Teil der Welt / Wo ich zu Hause bin / Und mein Gesicht, das ist ganz weiss / Die Nase mittendrin!»

A CLOCKWORK ORANGE

 

 

Eine Zumutung nach dem gleichnamigen Roman von Anthony Burgess

Herwig:
«Sieh dich mal an. Du bist doch kein Mensch mehr, wenn du dich gegen mich nicht mehr wehren kannst. Schau mal: Du Hund, du hast meine Bibel zerrissen und hast mich getreten und du hast mich ausgezogen und mir die Zähne eingeschlagen und hast gelacht über mein Blut und über meine Schmerzen. Schämen solltest du dich! Siehst du? Du kannst dich gar nicht mehr gegen mich wehren. Ja, ja, ach, komm nur mein Junge. Komm, ich nehme dich in die Arme. Schlaf. Ruh dich aus und lass uns das Wort des Herrn hören. Weißt du, mein kleiner Alexander, strukturelle Gewalt nennt man das heute. Du bist jetzt auf sozial erwünschte Handlungen programmiert, wie so eine kleine Maschine, die nur noch Gutes tun kann. Aber ein Mensch, der nicht mehr selbst wählen kann, was er tun will, ist eben kein richtiger Mensch mehr. Mein armer, armer Junge. Du Opfer der neuen Zeiten. Du armes geopfertes Opfer! So wehr dich doch gegen mich. Mach endlich was, du blödes Arschloch! Hau ab und verpiss dich! Asozialer Krüppel, resozialisierter.»

Echo

Es ist laut, sehr laut in der roten Fabrik, Musik dröhnt in den Ohren und schnell wechselnde und krude zusammen geschnittene Bilder aus Filmen, Computerspielen und Werbung machen den Augen die Orientierung schwer. (...) Sie lassen sich von der Musik, sei's Techno, Schlager oder Klassik aufpeitschen, fürs Publikum ist es eine Erleichterung, wenn diese mal nicht frontal ab Band kommt, sondern auf der Bühne entsteht.
RADIO DRS 2


Die Heftigkeit, Direktheit und Ungeschminktheit, wie Michel Schröder die Sex' n' Crime-Geschichte inszeniert, kratzt am Lack des Publikums. (...) Für die, die bis zum Schluss blieben, präsentierte sich eine formal geglückte Interpretation eines schwer auszuhaltenden Punkstücks.
P.S. DIE LINKE ZÜRCHER ZEITUNG


Wozu diese ganze Energie? Was erzählt es mir mehr, als dass da eben viel Energie produziert wird? Ist es das, dass mir vorgeführt wird, wie Lautstärke, Affekt und Affirmation Gewalt ausüben?
RADIO DRS 2


Ein (Horror-) Trip, ein schwarzes Gift. Selber schuld, wer nicht davon schlürft, beziehungsweise snifft.
NZZ

Besetzung

Spiel:
Thomas U. Hostettler
Nils Torpus
Herwig Ursin
Sandra Utzinger
Roeland Wiesnekker

Inszenierung: Michel Schröder
Bühnenbild: Duri Bischoff
Kostüme: Nic Tillein
Video: Roland Schmidt
Regieassistenz: Martin Roth
Licht: Christa Wenger (blendwerk)
Produktion: Thomas Keller, GO Theaterproduktionen
In Koproduktion mit: Fabriktheater Rote Fabrik

Unterstützt durch

Präsidialdepartement der Stadt Zürich, Fondation Nestlé pour l'art, Pro Helvetia Schweizer Kulturstiftung, Fachstelle Kultur Kanton Zürich, Alexis Victor Thalberg-Stiftung, Stiftung Lis und Roman Clemens, Schweizerische Interpreten-Stiftung

Herzlichen Dank an

Roth-Gerüste Regensdorf, Supravision AG, Freitag lab. AG

Premiere

8. Dezember 2004 Fabriktheater Rote Fabrik Zürich